Wie wirkt Weißlicht?
Durch die innere Uhr von Mensch und Tier werden Wohlbefinden, Appetit, Schlaf, Winterschlaf, Fortpflanzung etc. gesteuert, was durch die Tageslänge eingestellt wird.
Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, bewirkt dieser Lichtmangel eine erhöhte Produktion von Melatonin im Körper, welches ein Schlafhormon ist bzw. für den Schlafbedarf zuständig ist, und nachts in der Zirbeldrüse gebildet wird, somit ein "Schlüsselhormon" der inneren Uhr darstellt und in ganz enger Wechselwirkung mit dem Schlaf-/Wachrhytmus steht.
Ein erhöhter Melatoninspiegel kann jedoch zur Depression (Winterdepression, SAD) führen.
Das Weißlicht bzw. natürliche Tageslicht, welches über das Auge (Sehnerv, Mittelhirn) und die Haut aufgenommen wird, bringt die innere Uhr wieder in Takt, und bewirkt gleichzeitig die Steigerung der Seratoninproduktion im Körper, einen Gehirnbotenstoff, der für die Informations- übermittlung von Gehirnzelle zu Gehirnzelle sorgt.
Wenn dieses Seratonin in ausreichender Menge für eine gut funktionierende Informationsübermittlung zur Verfügung steht, kann man besser denken, schlafen und fühlen.
Konzentrations- und Schlafstörungen, Stimmungs- schwankungen, Antriebslosigkeit, Essstörungen sowie Denk- und Gefühlshemmungen lassen deutlich nach oder verschwinden ganz.
Ebenso erfolgreich kann die Lichttherapie mit Weißlicht auch bei Jetlag (Zeitzonenwechsel), Altersdepression und Schichtarbeit (Störung der inneren Uhr durch unregelmäßigen Schlaf-/Wachrhytmus) angewendet werden.
Aber auch Gesunde können Ihr gesamtes Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit durch Licht nachweislich erhöhen.
Für die Lichttherapie mit Weißlicht am besten geeignet ist das natürliche Sonnenlicht oder das dem Sonnenlicht nachempfundene Weißlicht einer Lampe, wobei mindestens 2000 Lux für die Erzielung der physiologischen Wirkung des Lichtes notwendig sind.
Solarien sind kein Ersatz! |